Der Plan

Ca. 5000 Kilometer über die Alpen, Italien, Griechenland und Türkei in den Nahen Osten. Eine Reise ohne Flugzeug, Auto, Eisenbahn oder Fahrrad. Eine Reise nur auf zwei Füßen. Schritt für Schritt auf das große Ziel Jerusalem zu. Doch nicht das Erreichen der Stadt ist das Ziel, sondern der Weg dorthin. Ich breche aus unserer geregelten Welt aus, verzichte auf eine feste Bleibe, die gewohnte Umgebung und viele andere Annehmlichkeiten unserer zivilisierten Welt.

Warum zu Fuß?

Meine Begeisterung für das Reisen zu Fuß hat sich im Jahr 2008 entwickelt. Aus einem kleinen Spaziergang am Rhein entlang, entwickelte sich der Gedanke wie es wohl wäre, diesen langen Fluss komplett zu Fuß abzulaufen, bzw. ob dies überhaupt möglich sei. Im Sommer 2009 habe ich dieses Vorhaben umgesetzt und über mehrere Wochen den Rhein von Rotterdam bis Konstanz am Bodensee abgelaufen. Geschah dies anfangs eher aus einem sportlichen Ehrgeiz heraus, merkte ich bald, dass diese langsame Form des Reisens einige Vorteile gegenüber den üblichen Reiseformen bietet. Man beginnt die Welt viel bewusster wahrzunehmen. Das Bewusstsein schärft sich für die vielen kleinen Dinge am Wegesrand, die man sonst übersieht. Kleinigkeiten in unbedeutenden Dörfern und Orten, die ich als Tourist niemals besucht hätte. Daneben die Natur, das Schlafen unter freiem Himmel, und die Gastfreundschaft der Menschen am Wegesrand haben mich fasziniert.

Wann und wozu?

Ende September 2011 werde ich vorraussichtlich mein Studium nach 8 Semestern an der Hochschule Niederrhein mit dem Bachelor of Arts als Kommunikationsdesigner abschließen und dann loslaufen. Bevor ich in die Berufswelt eintrete möchte ich die Chance nutzen einmal völlig unabhängig von jeglichen Verpflichtungen ohne jeden Zeitdruck zu reisen, um Länder und Menschen jenseits der touristischen Pauschalangebote kennenzulernen. Außerdem soll mir die Zeit dazu dienen mich zu orientieren und Antworten auf verschiedene Fragen zu finden, die die Zeit nach dem Studium betreffen.
Da der christliche Glaube für mich sehr wichtig ist, interessiert es mich außerdem die Stätten des frühen Christentums zu besuchen und nachzuvollziehen wie sich die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen ausgebreitet hat. Andersherum möchte ich auch die heutigen Menschen in den muslimisch geprägten Ländern und ihre Sicht auf die Welt versuchen kennenzulernen um den Konflikt zwischen den Kulturen besser zu verstehen.

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