Tag 216 (5.Apr.2012)

von C.Preuss:

Manuel schreibt:
“Habe erst die vermutliche Taufstelle Jesu besucht. 12 Dinar Eintritt. Da es in der millitärischen Sperrzone liegt, wird man mit dem Bus hingefahren und von einem Guide begleitet. Am Jordan könnte man nach Israel rüberspucken. War sehr überrascht, wie viele Kirchen dort stehen. Fast jede Konfession hat dort eine Kirche gebaut oder baut gerade neu.

Danach ist mir ein Missgeschick passiert. Ich bin, ohne es zu merken, an der eigentlichen Grenzzufahrt in die Sperrzone gelaufen. Kein Zaun, kein Hinweis, nichts. Es waren sogar noch Beduinenzelte und Äcker dort. Als ich an einer Kaserne vorbeigekommen bin, bin ich dann angehalten worden. Habe mich dann ein bis zwei Stunden mit dem Commander unterhalten dürfen und sie haben bei einer anderen Behörde meine Daten überprüft. Haben mich insgesamt aber höflich behandelt. Tee, Kaffee, Wasser usw. Die eigentliche Grenzpolizei hat mir erlaubt in einem Bereich draußen zu schlafen. Morgen fahre ich dann hoffentlich mit dem Bus rüber. Hoffen wir mal, dass es in Israel mit der Einreise keine Probleme gibt. ”
“Ps: Zehn Meter weiter steht übrigens Bilal mit seinem MG Wache. Sicherer gehts kaum ;)

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Tag 215 (4.Mai 2012)

von C.Preuss

Manuel : ‘Wieder in Amman. War heut noch kurz in Aqaba im roten Meer baden, bevor der Bus nach Amman fuhr. Morgen laufe ich weiter, werde aber wahrscheinlich noch nicht über die Grenze kommen, da diese samstags schon um 13:30 Uhr schließt.’

 

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Tag 211-212 (1.Mai 2012)

Eintrag von C.Preuss

30.April: Schwimmen im Toten Meer und danach mit dem Taxi(Fahrer griechisch-orthodox-palästinensisch) nach Amman.

1.Mai: Um 6:30 Uhr mit dem Bus ab Amman zur Höhlenstadt Petra gefahren.

‘Auf dem Hügel gibt es eine Quelle von der die Muslime annehmen, dass es die Quelle ist, die sich auftat als Mose mit dem Stock auf den Fels schlug. ‘
‘Petra ist schon eine Welt für sich. Irgendwie wie im Film. Hab abends noch mit ein paar Beduinen am Feuer zu Abend gegessen.’

3. Mai 2012

Fahrt zum WadiRum; Übernachtung im Beduinencamp;

 

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Tag 210(29.Apr.2012)

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Tag 209 (28.Apr.2012)

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Tag 208 (27.Apr.2012)

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Tag 206 (25.Apr.2012)

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Tag 205 (24.Apr.2012)

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Tag 204 Bei Mahasneh’s

Vor lauter Einladungen und “Welcome to Jordan’s” bin ich heute kaum vorangekommen. Es dunkelt schon und bis Jerash sind es noch über 10 Kilometer. Nach ein paar steilen An- und Abstiegen komme ich am ersten Haus eines kleinen Dorfes vorbei und sofort schallt mir ein “Hello, Hello, Welcome!” entgegen. Ein paar Männer und Kinder sitzen auf dem Boden und essen mit den Händen von einer großen Platte. Eine junge Frau mit Kopftuch lädt mich in perfektem Englisch ein mitzuessen. Da die Männer kein Englisch sprechen unterhalte ich mich hauptsächlich mit ihr und sie übersetzt. Ganz nebenbei organisiert sie einen Schlafplatz im Haus ihrer Eltern für mich.

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Mein Trekkingstock war für Ibrahim das perfekte Werkzeug um die Bude auseinanderzunehmen

Nach einem opulenten Mahl werde ich nach oben ins Dorf geführt wo ich von Hazem begrüßt werde. “Komm, fühl dich wie zu Hause. Ich werde dich wie meinen Bruder behandeln.” Alles ist da. Ein Dach, ein Bett, eine Dusche und eine Menge netter Menschen mit denen ich an diesem Abend noch lange im Gästezimmer auf dem Boden, zwischen den unzähligen Kissen, sitze. Vater, Mutter, Tante, Schwestern, Cousinen, Bekannte, ein kunterbuntes Durcheinander. Und für alle scheint es ganz selbstverständlich, dass da heute ein Fremder zwischen ihnen sitzt und mit ihnen isst und trinkt. Ich bin ein echter Glückspilz!

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Tag 203 Endlich…

… wieder laufen.
Heute morgen galt es erstmal mit dem Bus nach ArRamtha zur Grenze zu kommen um von dort wieder loszulaufen. Mit der Hilfe von drei Jordaniern, die mich von einem zum Nächsten weitergereicht haben, sitze ich im richtigen Minibus. Bisher bin ich der erste Gast und bekomme den Ehrenplatz neben dem Fahrer. Allerdings muss ich von hinten einsteigen, weil die Seitentür klemmt.
Geduldig warte ich.
Und warte.
Und warte.
Langsam füllt sich der Bus mit Männern in traditionellen Gewändern, jungen modern gekleideten Frauen mit viel Schminke im Gesicht, Kindern und ein paar vollverhüllten, schwarzen Gestalten, bei denen man höchstens noch zwei Äuglein erkennen kann.
Als der letzte Platz besetzt ist scheint es endlich loszugehen. Doch dann wird plötzlich der Fahrer gewechselt. Der Neue manövriert das Gefährt ein paar Meter, erneut ein paar laute Wortwechsel und ich habe wieder einen anderen Nachbar auf dem Fahrersitz.
Als wir dann endlich auf der Hauptstraße sind, sitzt doch wieder Fahrer 1 neben mir. Keine Ahnung wie er das geschafft hat.
In ArRhamta laufe ich den Rest zu Fuß bis zur jordanisch-syrischen Grenze. 5 Kilometer entfernt auf der syrischen Seite liegt Daraa, eine der Protesthochburgen in der aktuellen Krise. Es ist alles ruhig. Erstaunlicherweise fahren recht regelmäßig Autos aus Jordanien nach Syrien hinein und kommen wieder vollbeladen mit Lebensmitteln, Haushaltswaren, oder großen Säcken mit unbekanntem Inhalt zurück. Vermutlich um sie in Jordanien für einen höheren Preis weiterzuverkaufen.
Ich mache mich auf den Weg nach Irbid. Die Gegend ist überraschend fruchtbar. Große Äcker prägen das Landschaftsbild. Als ich im Minimarket etwas Wasser einkaufen will, werde ich mit einem “Welcome to Jordan!” begrüßt und gleich zu einem alkoholfreiem Bier eingeladen. Ziemlich bald schlägt mir der Besitzer vor doch heute bei seiner Familie zu übernachten. Würde ich gerne, allerdings habe ich das Hotel in Irbid schon bezahlt und mein Rucksack steht dort. Deshalb mache ich mich wieder auf den Weg.

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Am Ortseingang zu Irbid werde ich das nächste Mal eingeladen. Ein paar Viehhändler sitzen am Straßenrand und warten auf Kundschaft. Es gibt arabischen Kaffee. Ohne Zucker und mit irgendeinem Gewürz, dass einen recht bitteren Geschmack hat. Wie beim türkischen Kaffee sollte man auch hier erst ein wenig warten bis sich der Kaffeesatz auf dem Boden abgesetzt hat.
Kurz vor dem Hotel kommt ein Lkw um die Ecke gebogen und ich traue meinen Augen nicht. In großen Lettern steht auf dem Anhänger “Obst und Gemüse vom Niederrhein”. Bin ich wirklich in Jordanien? Oder hat mir die Sonne mittlerweile etwas zu viel auf den Kopf geknallt? Ich bin so perplex, dass ich ganz vergesse ein Foto zu machen. Dann ist der Lkw auch schon wieder verschwunden.
Da läuft man sechseinhalb Monate von zu Hause weg und dann holt einen die Heimat doch wieder ein. Ein netter Gruß von zu Hause :)

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